Die Mission: Die Menschen, Tiere sowie Umwelt mit Messer und Gabel retten!

Als ich mich im Jahr 2017 anfing vegan (vollwertig-pflanzlich) zu ernähren, stieß ich teilweise auf großes Unverständnis sowie eine ganze Menge Vorurteile und schlechter Witze.

Dabei ist es inzwischen kein Geheimnis mehr: Für die Gesunderhaltung des Menschen spielt die Ernährung eine immens große Rolle;

Ich startete mit meiner Weiterbildung zur veganen Ernährungsberaterin, damit ich die häufigsten Kritikpunkte und Fragen zur pflanzenbasierten Ernährung auch ernährungswissenschaftlich fundiert beantworten und Menschen, die sich gesund vegan ernähren möchten, weiterhelfen kann.

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten enorme Ergebnisse geliefert, welche nahelegen, dass eine Erhöhung des Anteils an pflanzlichen Lebensmitteln bei gleichzeitiger Reduktion von tierischen Produkten* der Schlüssel zur Prävention chronisch-degenerativer Erkrankungen sein kann.*1

Doch dabei muss erwähnt werden, dass vegan nicht gleich gesund ist!

Eine pflanzlich-vollwertige Ernährung hat große gesundheitliche Vorteile und kann mit veganer Ernährung nicht einfach gleichgesetzt werden – der vegane Burger verursacht kein Tierleid und ist umweltfreundlicher in der Produktion, jedoch trägt er langfristig nicht zur Gesundheit bei.

Die ethische Motivation für den Veganismus ist wundervoll und extrem wichtig, für die vegane Bewegung wäre es meiner Meinung jedoch von Vorteil, wenn gezeigt werden kann, dass es absolut möglich, nicht zwingend teuer und grundsätzlich recht einfach ist, ohne tierische Produkte gesund, fit und vital zu sein.

Dazu gehört jedoch mehr, als die beliebten Produkte wie Wurst, Käse, Schnitzel und Pizza bequem und einfach durch vegane Produkte zu ersetzen, es benötigt eine gute Aufklärung in Bezug auf potentiell kritische Nährstoffe sowie eine Umstellung der persönlichen Gewohnheiten. Der Gewinn ist es allemal wert!

Weltweit gesehen sprechen sich heutzutage die meisten Organisationen und Gesellschaften eindeutig für eine Reduktion des Konsums tierischer Produkte aus.*2

*1 – Turner-McGrievy, G. & Harris, M. (2014). Key elements of plant-based diets
associated with reduced risk of metabolic syndrome. Curr Diab Rep, 14(9), 524

World Health Organization (2015). Fact Sheet N° 394: Healthy Diet

Ornish, D., Scherwitz, L., Billings, J. et al. (1998). Intensive lifestyle changes for reversal of
coronary heart disease. JAMA,16;280(23), 2001-7.

Esselstyn, C., Gendy ,G., Doyle, J., Golubic, M. & Roizen, M. (2014). A way to reverse CAD?. J
Fam Pract., 63 (7), 356-364b.

Barnard, N., Cohen, J. & Jenkins, D. (2009). A low-fat vegan diet and a conventional diabetes diet
in the treatment of type 2 diabetes: a randomized, controlled, 74-wk clinical trial. Am J Clin Nutr,
89 (5), 1588–1596.

Berkow S. & Barnard, N. (2006). Vegetarian diets and weight status. Nutr Rev, 64(4), 175-88

Ganmaa, D., Li, X., Qin, L., Wang, P., Takeda, M. & Sato A. (2004). Milk consumption is a risk
factor for prostate cancer: meta-analysis of case-control studies. Nutr Cancer. 48 (1), 22-7

*2 – Melina, V., Craig, W., Levin, S. (2016). Position of the Academy of Nutrition and Dietetics:
Vegetarian Diets. J Acad Nutr Diet. 116(12), 1970-1980.

Dietitians of Canada (2014). Healthy Eating Guidelines for Vegans, 1-4.

Canadian Paediatric Society. (2016). Vegetarian Diets in Children and Adolescenes. Paediatr
Child Health,15 (5), 303-314.

The Association of UK Dieticians. (2014). Food Fact Sheet – Vegetarian Diets.

National Health and Medical Research Council of Australia. (2013). Australian Dietary Guidelines, 21.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2016). Vegane Ernährung – Position der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Ernaehrungsumschau international, 4, 92-102.

Österreichische Gesellschaft für Ernährung (2014). Vegane Ernährung: Gesundheitliche Vorteile und Risiken, verfügbar www.oege.at/index.php/bildung-information/ernaehrung-von-a-z/2075-vegane-ernaehrung

Bilder: Pixabay.com